Rückblick und Aussichten

Liebe Tagebuchleser und Tagebuchleserinnen

Dieses Mal möchten wir beide (Leopold und Alessio) einen kleinen, gemeinsamen Eintrag in unsere Schriften setzten. Unser Leben ist zwar noch nicht so lange, dafür, wie ihr bemerkt habt, sehr aufregend, schön und lustig, oft jedoch auch sehr verwirrend und angsteinflössend!

        

        

Seit das neue Jahr begonnen hat, ist bei uns zum Glück etwas Ruhe eingekehrt so, dass wir beide mal etwas Zeit hatten unsere Vergangenheit Revue zu passieren. Als wäre es gestern gewesen, erinnern wir uns beide gemeinsam an den Tag der alles veränderte. Herausgerissen aus unserer gewohnten Umgebung, noch ganz klein und zerbrechlich, wurden wir in Käfige gesperrt um von einem Ort zum anderen gebracht zu werden. So oft wurden wir in Hände genommen, angeschaut und begutachtet wie Tiere, was wir zwar auch sind, jedoch so noch nie zuvor so zu spüren bekamen. Bis wir schlussendlich an den Ort kamen, an dem wir heute noch sind und euch das Neuste erzählen können.

        

        

        

        

        

Ganz logisch, dass wir sehr skeptisch gegenüber unserer Pflegemutti waren und es auch immer noch etwas sind! Schliesslich war sie auch nicht immer nett zu uns! Wie oft mussten wir, eingepfercht in der Transportbox ,an den Ort, wo es so komisch riecht und die Menschen so weisse Kleider anhaben? Wie oft wurden wir dort gepiekst oder wurde uns Schmerzen beigefügt? Auch sie selber packte uns oft, manchmal unsanft, da wir uns ja dementsprechend zur Wehr setzten und steckte uns etwas Ekliges ins Maul oder noch schlimmer, schmierte uns Zeug in die Augen!

        

        

        

        

        

Dazu kommt noch, dass alle unsere Geschwister jetzt einfach weg sind. Alle an einem neuen Ort, nur wir nicht. Klar sind da noch die drei erwachsenen Katzen, die haben ganz viel Vertrauen zu unserer Pflegemutti, jedoch müssen sie nicht so in der Ungewissheit leben wie wir zwei. Alessio ist da definitiv einen Schritt weiter als ich. Wenn die grossen zum Streicheln und Kuscheln zu ihr gehen, läuft er sofort mit und holt sich auch seine Einheiten.

        

        

        

       

        

Ich hingegen gehe immer etwas näher und näher. Schliesslich ist da immer noch Vorsicht geboten. Schon oft hat sie mir schon ganz kurz über den Rücken streicheln können, aber ich traue mich einfach noch nicht ganz für mehr. Die Wohnung wurde schon ganz zu einer Katzenwohnung gemacht. Unsere „Rennbahn“ wird täglich voll und ganz ausgekostet. Auch sonst ist Spielen immer noch mein grösstes Hobby.

        

        

        

        

        

Alessio findet Fressen noch wichtiger, Spielen ist auf dem zweiten Platz der Rangliste. Auf dem dritten Platz haben wir beide Entspannen, Kuscheln und Schlafen. Jeder hat da so seine Vorlieben mit den Schlaforten. Ich bevorzuge das ganz weiche Körbchen oder auch einen Stuhl mit Kissen. Ich halte mich sehr gerne bei den Menschen auf wenn ich schlafe, was man bei mir eher weniger erwarten würde. Alessio hingegen schläft am liebsten ganz ungestört auf oder unter dem Bett.

        

        

        

        

        

Jetzt möchte ich, Alessio, aber mal zu einem ganz wichtigen Thema kommen. Fressen. Klar stehen da fünf Näpfe und einer davon wäre für mich gedacht. Aber wie ich halt bin, muss ich bei jedem Kontrolle machen ob er etwas Besseres oder vielleicht sogar mehr hat als ich. In der Zwischenzeit hat unsere Pflegemutti zum Glück gemerkt, dass bei uns dieses Dosenfutter auch nicht mehr in den Näpfen landen darf! Fleisch an Sauce oder an Gelee aus kleinen Säcklein, damit macht sie uns Freude!

        

        

        

        

        

Wie ihr bemerkt, sind wir hier schon etwas angekommen, jedoch würden wir gemeinsam gerne ein neues Zuhause finden, an dem noch nicht so vieles Prägendes vorgefallen ist. Ein richtiges festes neues Zuhause, in dem wir bleiben und uns ganz angekommen fühlen können. Mit Menschen, die sicherlich viel Geduld bei uns haben müssen, jedoch bestimmt unser Herz erobern werden. In einer grossen Wohnung zu leben finden wir beide gar nicht schlimm, jedoch wäre so ein begehbarer, sicherer Balkon super toll und darüber würden wir uns richtig freuen. Mit viel Spielen, gutem Fressen und vor allem viel Liebe werden sicherlich auch wir zwei richtiges Vertrauen zu unseren neuen Besitzern aufbauen.

        

        

        

        

        

Wir hoffen, unser gemeinsames Projekt ist uns gelungen und warten gespannt, was jetzt geschehen wird.

Bis bald, euer Alessio und Leopold

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