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Dem Namen Puma gerecht werden

Liebe Leser

Puma, ja meinem Namen mache ich alle Ehre und das jeden Tag, sagt das Pflegemami immer. Ich fauche gerne, ich schlage und kratze gerne und ich lass mich kein bisschen anfassen, und das seit bald 6 Wochen wo ich hier bin. Ich sei ein sehr schwieriger Fall meint sie. Es tut mir ja wirklich leid, aber ich habe immer solche Angst, wenn sie in meiner Nähe ist 😮. Ich weiss, dass sie mir nichts antut und ganz lieb ist. Ich sehe ja, wie mein Bruder Blue sich gerne streicheln lässt und Elsa ihr sogar auf dem Schloss liegt, wenn sie bei uns im Zimmer sitzt. Ich kann einfach nichts dagegen tun gegen meine Angst.

        

        

Vor ein paar Wochen habe ich angefangen zu husten, irgendwie geht es mir nicht so gut 😕. Dann fing die Nase an zu laufen und meine Augen tränten. Das Pflegemami versucht immer so nahe wie möglich zu mir zu kommen, damit sie sich mein Gesicht besser anschauen kann. Als sie merkt, dass ich beim Fressen fast keine Luft mehr bekomme und auch während dem Schlafen so komische Geräusche mache, will sie mich zum Tierarzt bringen. Aber so einfach geht das nun auch wieder nicht. Ich lass mich nicht anfassen, auch nicht einfangen und sowieso nicht in eine Box stecken.

        

        

Sie versucht es zuerst mit dem Überraschungseffekt und packt mich im Nacken während ich schlafe. So nicht mit mir! Ich wehre mich wie wild, klammere mich an den Kratzbaum, wo ich drauf gelegen bin und irgendwann schaffe ich es mich aus ihrem Griff zu befreien. Nun fängt das Katz und Maus Spiel an 😉, eine ganze Stunde lang… Blue, Elsa, Yvi und Zorro finden das lustig und rennen auch mit. Ich finde das gar nicht lustig und das Pflegemami erst recht nicht. An ihrer Verzweiflung sehe ich, dass sie bald aufgibt. Aber nein, jetzt kommt sie mit Handschuhen, wenig später mit dem Wasserspritzer 😮. Es herrscht ein riesiges Durcheinander im Zimmer und plötzlich sitzt das Pflegemami am Boden und weint. Ich glaube ich überfordere sie. Und während ich noch so in meinen Gedanken versunken bin, packt mich wieder eine Hand im Nacken und trotz meines Strampelns, sitze ich wenige Sekunden später in der Transportbox. Sie hat es doch geschafft 😎!

        

        

Beim Tierarzt der nächste Stress. Es wird diskutiert, wie man mich am besten aus der Box nimmt, ich schaffe es wieder einmal mehr, allen zu entkommen und versuche mich hinter einem Schrank zu verdrücken. Irgendwann liege ich völlig eingewickelt in einem Tuch und bekomme eine Spritze in den Hintern. Diagnose, ich habe einen schweren Schnupfen.

Bin ich froh endlich wieder zu Hause zu sein und möchte mich nun am liebsten auf den Kratzbaum zurückziehen. Aber oha, das geht nicht mehr. Ich sitze in einem grossen Käfig im Zimmer, den Kratzbaum nur einen Katzensprung entfernt, aber unerreichbar für mich 😕. Wie deprimierend ist das denn! Ich bekomme nun jeden Tag Medikamente und meine Pflegemami sitzt stundenlang bei mir im Käfig, spielt mit mir und redet mir gut zu. Aber ihr Plan, mich im Käfig zahm zu bringen, geht nicht auf. Ich lasse zwar etwas mehr Nähe zu, aber auch nur weil ich mich nirgends verdrücken kann.

        

        

Obwohl sie viel mit mir spielt (oder es wengistens versucht), so fehlen mir meine Gspänlis sehr. Sie laufen immer vor dem Käfig hin und her und verstehen die Welt nicht mehr. Wieso sind das Pflegemami und ich in einem Käfig? Mit der Zeit, klettern sie sogar auf dem Käfig herum, aber spielen kann ich trotzdem nicht mit ihnen 😢. Ab und zu, wenn ich eine tolle Spielzeugmaus bei mir im Käfig habe, strecken sie einfach ihre Pfoten rein und klauen es mir. Das finde ich gar nicht toll. Wenn das Pflegemami dies sieht, nimmt sie es ihnen wieder weg und bringt es mir, so dass ich weiter spielen kann. Mir ist langweilig in diesem Käfig, ich möchte so gerne im Zimmer herumrennen. Einmal dachte ich tatsächlich, das Pflegemami hat sich erweichen lassen und lässt mich raus. Aber da habe ich mich getäuscht. Sie erklärt mir, dass ich nur noch ein paar Tage dort drin bleiben muss, bis zum nächsten Tierarzttermin. Denn das Drama mit dem Einfangen möchte sie sich ersparen. Das kann ich verstehen 😉.

        

Es ist wohl wieder soweit, das Pflegemami kommt ins Zimmer und ich verkrieche mich in meine Box, die seit ein paar Tagen im Käfig steht. Keine Minute später ist das Türchen von der Box zu. Nun sehe ich, wie sie Elsa, Zorro und Yvi in eine Transportbox steckt und am Schluss Blue, den sie jedoch sehr lange überzeugen muss, da rein zu gehen. Aber Blue ist nun mal so Leckerli besessen, dass er dafür auch durch die Hölle geht.

Schon wieder beim Tierarzt und schon wieder diese Prozedur mit dem Handschuh, dem Tuch und sogar ein Fangnetz steht für mich bereit. Diesmal schaffe ich es nicht zu entwischen und lasse mir widerwillig die 2. Impfung setzen. Zu mehr bin ich leider nicht willig. Dafür die grosse Überraschung als ich nach Hause komme. Da steht kein Käfig mehr im Zimmer 😃. Ich bin so erleichtert und springe sofort auf meinen Stammplatz zuoberst auf dem Kratzbaum. Zuerst muss ich mich mal von diesem Stress erholen, aber dann habe ich extrem Nachholbedarf und renne einfach im ganzen Zimmer herum. Wie herrlich das doch ist! Nun kann ich auch wieder mit meinen Gspänlis auf Tuchfühlung gehen und dabei hat es mir Yvi nun angetan. Ich liebe dieses kleine Mädchen 😍. Wenn immer möglich, renne ich ihr hinterher und necke sie. Manchmal macht sie mit, manchmal versteckt sie sich vor mir und dann lass ich sie halt in Ruhe. Meinem Schnupfen geht es viel besser, aber ich habe immer noch etwas Mühe mit einer verstopften Nase. Daher klingt es manchmal komisch beim Essen und dann schaut mich das Pflegemami immer so besorgt an. Solange sie mir nicht zu nahe kommt, ist aber alles gut 😉.

Ich werde sicher versuchen in nächster Zeit meine Angst etwas zu überwinden, aber versprechen kann ich es nicht.

Bis bald
Euer Puma

 

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