Freunde oder Feinde?

Liebe Tagebuchleser

Es ist soweit. Also, eigentlich habe ich gar nicht gemerkt, dass nun meine Türe vom Zimmer offen steht, ich war wieder einmal so beschäftigt mit meiner orangen Maus. Aber dann steht er plötzlich vor mir, als ich mich umdrehe. Monti, ein getigerter Kater. Huch, bin ich erschrocken, mit meinem Buckel versuche ich mich so gross wie möglich zu machen. Aber Monti lässt das ziemlich unbeeindruckt. Er schleicht ständig um mich herum und ich weiss nicht was ich machen soll . Und dann steht noch jemand anderes in der Türe und faucht mich an wie blöd. Das muss wohl Fiona sein. Uii, der traue ich gar nicht über den Weg, die scheint richtig böse zu sein. Ich widme mich wieder Monti, der nun vor mir auf dem Rücken liegt und mich zum Spielen auffordert. Naja, ich weiss nicht, er ist so gross und stark.

         

         

Es dauert eine Weile, bis ich meinen ersten Schock überwunden habe, aber dann bin ich bereit zum Spielen und möchte nur noch umherflitzen . Aber nun stellt sich Monti stur. Die ganze Zeit faucht er mich an, wenn ich ihm zu nahe komme. Was soll das nun ? Fiona beobachtet alles aus der Distanz und faucht die ganze Zeit. Nun bin ich sehr verunsichert und suche nach meiner Pflegemami. Zum guten Glück sitzt sie nicht weit weg und so renne ich zu ihr und drück mein Gesicht ganz fest an ihres. Wenigstens jemand der mich nicht anfaucht !

         

         

Der Tag vergeht mit Fauchen und Annäherungsversuchen. Ich weiss noch nicht so recht, was ich von meinen neuen Artgenossen halten soll. Aber eines weiss ich, Fiona ist eine richtige Zicke! Immer faucht sie mich an, aber sobald ich mich umdrehe will sie mit meinem Schwanz spielen. So nicht!!! Ich renne ihr einmal zünftig nach, sodass sie gleich Angst bekommt und sich unter dem Sofa versteckt. Pha, der habe ich es nun gezeigt !

         

         

Ich verziehe mich immer wieder in mein ehemaliges Zimmer zurück, da kenne ich wenigstens jede Ecke in- und auswendig. Obwohl natürlich die grosse Wohnung auch spannend ist. Ich habe noch lange nicht alles entdeckt, was es zu entdecken gibt. Nachts fühle ich mich ein wenig einsam. Ich weiss nicht wo die alle sind. Ich finde weder Monti noch Fiona, geschweige denn meine Pflegemami . Ich laufe ziellos in der Wohnung umher, bis ich eine steile Treppe sehe, die scheint als würde sie in den Himmel hinaufgehen. Langsam steige ich diese Treppe hoch und nun sehe ich Monti, Fiona und meine Pflegemami. Alle in einem Bett, das jedoch zu hoch und unerreichbar ist für mich. Ich versuche es immer wieder, aber ich komme da einfach nicht hoch. Leise miauend drehe ich meine Runden ums Bett, bis mich zwei Hände packen und hochheben. Juhuiii, Pflegemami hat mich gehört und mich zu sich genommen . Aber oh weia, da liegt gleich Fiona neben ihr und der passt das gar nicht. Mit einem lauten Fauchen steht sie auf und springt vom Bett. Schön, jetzt hab ich das kuschlige Plätzchen im Arm vom Pflegemami ergattert .

         

         

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