Liebe Tagebuchleser
Es gibt Neuigkeiten aus der WG Suri, Sayuri und Nisha und ich sage es gleich vorweg: die drei sind weiterhin unfassbar herzig, erstaunlich brav, und gleichzeitig sehr überzeugt davon, dass Regeln etwas sind, das man kreativ interpretieren darf 😉.


Wir hatten wieder einen Ausflug zur Tierärztin, diesmal für eine Impfung. Und wie immer: alle drei superbrav und haben sich ohne Drama in die Transportboxen einsperren lassen. Fast schon verdächtig erwachsen 🤭. Sayuri hat das Ganze komplett entspannt gemeistert und wollte eigentlich die ganze Zeit nur kuscheln. Jedes Mal, wenn ich die Hand zur Box reingetan habe, gab’s sofort “Hallo, bitte streicheln, danke”. Suri hingegen war offensichtlich mit unserem Fahrstil unzufrieden und hat während der Fahrt ein bisschen geschimpft “Ich habe nie zugestimmt, dass wir diese Kurve SO nehmen 😾.” Und Nisha war eher ängstlich und fand den Ausflug so gar nicht lustig. Sie hat das tapfer ausgehalten, aber begeistert war sie definitiv nicht.


Dann kam das nächste Drama: Die Tierärztin hat uns gesagt, die drei müssen nicht mehr zunehmen. Das hat ihnen gar nicht gefallen. Das war keine medizinische Info, das war ein Angriff auf die Grundrechte. Übersetzung für die Katzen: “Weniger Leckerlis.” Und damit ist in diesem Haushalt offiziell der Ausnahmezustand ausgerufen 🙀.


Beim letzten DnD-Abend bei mir waren die drei übrigens extrem engagiert. Sie haben uns tatkräftig geholfen, den Drachen am Spielfeld zu besiegen. Indem einfach an der Figur herumgekaut wurde. Wir hatten zwischendurch mehr Stress um den Drachen als um unsere Charaktere. Aber hey, der Endgegner war weg 😃.


Sayuris neuer Standard: Mittagsschlaf nur noch in First Class 😍: Sie hat beschlossen: Nur das Bett ist gut genug für ihren Mittagsschlaf. Sie verzieht sich jetzt immer still und leise. Und wenn uns dann auffällt, dass wir sie seit drei Stunden nicht gesehen haben und wir schon leicht panisch werden, finden wir sie meistens ganz zerzaust und verschlafen im Bett.


Suri, die Physikerin – Wall Runs fürs Futter: Suri hat entdeckt, dass sie sehr akrobatisch ist. Und sie ist auch meistens die erste beim Futter, weil sie auf dem Parkett in Kurven gerne mal driftet, wenn die Traktion auf dem Parkett nicht gut genug ist. Statt langsamer zu werden, hat sie das Problem einfach gelöst, indem sie in der Kurve einen Wall Run einbaut, damit sie wieder Tempo aufnimmt 🤣. Sie nennt das ausgeklügelte Physik.

Nisha, der Kuschelmagnet mit Soundeffekten: Nisha ist momentan ausgesprochen kuschelig und liegt am liebsten direkt auf uns 😻. Und wenn sie schnurrt, schnurrt sie nicht nur. Da mischen sich immer diese superlieben brr brr-Sounds rein, so als würde sie extra bestätigen wollen, dass sie gerade wirklich, wirklich happy ist. Man fühlt sich sofort wie der ausgewählte Lieblingsmensch. Ein Privileg. Nisha ist eine Katze, bei der wirklich alle Katzen-Dinge aus dem Internet funktionieren. Sobald irgendwas auf dem Boden liegt, MUSS sie draufsitzen. Ich will unbedingt diesen Meme-Test machen, bei dem man mit Tape ein Quadrat auf den Boden klebt und die Katze sich dann zuverlässig reinsetzt. Wenn das klappt, habe ich offiziell eine Fernbedienung für Nisha 😂.

Neulich ist mir ein Becher Rahm auf den Boden gefallen. Und natürlich waren die drei schneller als mein Putzreflex. Bevor ich überhaupt “NEIN” formulieren konnte, wurde bereits verkostet 😋. Jetzt sind sie allerdings der Meinung, diese Mahlzeit sei ein fixer Bestandteil des Tagesablaufs. Sie wissen, dass sie nicht in die Küche dürfen. Also bleiben sie brav vor der Küchentür sitzen und testen die Regelgrenze aus: Vorderpfoten rein, Hinterpfoten noch draussen. Ihrer Meinung nach zählt das als “nicht in der Küche”, weil sie ja technisch gesehen noch nicht komplett drin sind.


Fensterplatz-Saison und EKEKEK Airlines:
Jetzt wo es wärmer wird, ist der Kratzbaum am Fenster wieder gut besucht. Wenn man gerade nicht jedes vorbeifliegende Insekt mit einem beherzten EKEKEK kommentiert, werden die Bäuchlein in der Sonne gewärmt 🫠.
Ja, es sind drei Katzen. Aber bei diesen dreien ist genau das der Vorteil. Sie sind eng zusammen, super eingespielt und beschäftigen sich viel miteinander. Sie spielen, raufen, rennen ihre Runden und sind dadurch insgesamt ziemlich ausgeglichen. Das heisst auch: Als Mensch muss man nicht permanent das Unterhaltungsprogramm liefern, weil sie sich gegenseitig animieren. Die überschüssige Energie landet eher in “geschwisterlichem Raufen” als in Möbelzerstörung, und am Ende sind alle so zufrieden müde, dass gar kein grosses Bedürfnis mehr da ist, noch extra Unfug zu erfinden. Darum wäre es wirklich ideal, wenn sie gemeinsam adoptiert werden könnten. Für sie, weil sie sich toll ergänzen und wirklich aneinander hängen 🥰, und für die Menschen, weil drei ausgeglichene Katzen oft weniger Aufwand sind als eine Katze mit Langeweile. Gleichzeitig suchen sie trotzdem Nähe und sind gern dort, wo die Menschen sind, nur eben ohne dauernd komplett auf einen angewiesen zu sein.


Für ihr neues Zuhause wäre indoor am besten, aber unbedingt mit gesichertem Balkon, damit sie sicher Sonne tanken und jedes vorbeifliegende Insekt kommentieren dürfen 😃. Und Sayuri findet laute Geräusche eher spannend und möchte nachschauen, was da so brummt. Im Freigang könnte das schnell gefährlich werden, vor allem wenn gerade Herumflitz-Laune ist und die Gefahreneinschätzung nicht ganz so klappt. Und ganz ehrlich: Sayuri und Nisha sind nach wie vor so kompakt 💕, dass sie zusammen als eine Katze durchgehen, nur mit etwas mehr Charme und minimal mehr Chaos.

Liebe Grüsse, das Pflegemami mit den drei Unzertrennlichen ❤️
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