Kastrationspflicht in der Schweiz

In der Schweiz leben Schätzungen zufolge ca. 100’000 – 300’000 verwilderte Katzen. Leider sind auch viele domestizierte Tiere nicht kastriert, was zusätzlich dazu beiträgt das unzählige Jungtiere geboren werden, denn Paarungen mit Wildlingen sorgen für weiteres Leid. Katzen bekommen 2-3 Mal pro Jahr Junge. Früher überlebten nur wenige Jungtiere und erreichten die Geschlechtsreife – heute sieht das anders aus, denn oft werden verwilderte Katzen gefüttert oder liebe Menschen helfen einem zutraulichen Streuner, indem sie ihm einen geschützten Unterschlupf gewähren.

Leider vegetieren zu viele Katzen auf Bauernhöfen, auf Fabrikarealen, in Wohnquartieren, in Schrebergärten oder in Gärtnereien vor sich hin. Keiner fühlt sich für sie verantwortlich, niemand schaut hin!  Hunger, Krankheiten, Inzucht und Unfälle machen ihnen das Leben schwer und kaum jemand unternimmt etwas dagegen!

Die Schweizer Tierschutzverordnung (Art. 25 Abs. 4 TSchV) schreibt vor, dass ein Tierhalter die zumutbaren Massnahmen treffen muss, um zu verhindern, dass sich seine Tiere übermässig vermehren. Dies bedeutet, dass jemand der verwilderte Katzen füttert für diese die Verantwortung übernehmen muss, doch interessiert das die wenigsten.

In der Schweiz werden jährlich schätzungsweise 100’000 unerwünschte Kitten getötet, das heisst sie werden erschlagen, ertränkt, erstickt, erschossen oder eingeschläfert. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten sich ihrer zu entledigen, doch in den meisten Fällen geht dies in den Bereich der Tierquälerei.
Im eidgenössischen Jagdgesetz (Art. 5 Abs. 3 lit. a JSG) ist festgehalten, dass verwilderte Hauskatzen oder Katzen welche jagen und sich weiter als 300m von ihrem Zuhause entfernen das ganze Jahr über bejagt werden dürfen. Leider hat das Parlament im Jahr 2013 unterlassen, diese Bestimmung aus dem Jagdgesetz zu entfernen (vgl. Motion Nr. 11.3664). Zusätzlich entscheidet das kantonale Recht, ob und unter welchen Voraussetzungen das Erschiessen gestattet ist.

Eine Populationskontrolle ist somit im Tierschutzrecht festgehalten, doch leider regelt sie nicht die wirkungsvolle Umsetzung. Im Ergebnis findet deshalb keine Bestandsregulierung statt. Statt eine Kastrationspflicht einzuführen, die das Problem der unkontrollierten Vermehrung (Überpopulation) eingrenzen würde und künftiges Leid präventiv verhindern könnte, nimmt man in Kauf, dass viel zu viele Katzen auf tierschutzwidrige Weise getötet werden. Die Regulierung des Katzenbestandes könnte durch die systematische Kastration von Freigänger-Katzen verhältnismässig  „human“, dafür effektiv und nachhaltig kontrolliert werden.

Leider reicht der Wortlaut des Art. 25 Abs. 4 TSchV offensichtlich nicht aus, um die Katzenpopulation tiergerecht zu regulieren. Daher braucht es eine weitere steuernde Massnahme: Eine Anpassung der eidgenössischen Tierschutzgesetzgebung für die zwingende Kastrationspflicht von Freigänger-Katzen.

Selbst im Ausland kann mitverfolgt werden, dass die Kastrationspflicht für Katzen erfolgreich ist. Deutschland passte, gestützt auf § 13b Tierschutzgesetz, in verschiedenen Städten/Gemeinden ihre Kommunalverordnungen an. Hier beim Tierschutzbund.de findet sich eine Liste der deutschen Städte/Gemeinden mit einer Katzenkastrationspflicht. Auch in Österreich wurde eine Anpassung des Gesetztes durchgeführt – vgl. Anlage 1, Art. 2 Abs. 10 der 2. Tierhaltungsverordnung.

Weitere Details finden Sie auf der Seite kastrationspflicht.ch und wir bitten Sie mit Ihrer Unterschrift mitzuhelfen, dass das Katzenleid in der Schweiz gemindert werden kann. Über 100 Tierschutz Organisationen unterstützen diesen Vorstoss von NetApp und ‚Tier  im Recht‘ und helfen mit, die Zahl der nicht kastrierten Katzen zu verringern. Doch leider ist diese Hilfe nicht gross genug und so muss jeder mithelfen und es ist an der Zeit umzudenken und das Elend zu mildern.

 

Helfen auch Sie – unterzeichnen Sie noch heute online die Petition. Wir müssen die gesetzlichen Vorschriften ändern, um das Katzenleid in der Schweiz zu senken. Ohne Ihre Mithilfe wird dieses Unterfangen nicht gelingen!

 

Geben Sie Ihre Unterschrift online hier ab: http://www.kastrationspflicht.ch/de/

 

 

Wollen Sie aktiv helfen?

Unterstützen Sie die Petition, indem Sie selber aktiv werden und Unterschriften sammeln!

Detaillierte Informationen über Zweck, Sinn und NOTWENDIGKEIT dieser Petition finden Sie auf der Homepage von kastrationspflicht.ch. Die benötigten Unterschriftenbogen finden Sie hier.

 

Unterschriften sammeln kann jeder, indem er Freunde, Bekannte, Geschäftskollegen – einfach alle – darauf anspricht und die Vorteile aufzeigt. Ebenso in Geschäften, an Bushaltestellen, beim Tierarzt, im Tierheim, in Tierläden… nachfragen, ob man die Bogen auflegen darf und es tun. Es gibt kein Geschäft, dass man nicht deswegen anfragen kann. Tierschutz sollte überall gelebt werden.
Jede Unterschrift zählt – helft mit!