Die richtige Katzenhaltung

ico_pdf  STS Merkblatt Katzenhaltung          ico_pdf  Katzenhaltung einzel/innen

 

Was man wissen sollte…

Es soll wohl überlegt sein sich für Katzen zu entscheiden und es bedeutet für die Halter einige Verantwortung, denn die neuen Lebensgefährten können viele Jahre Ihr Wegbegleiter sein.

Anschaffungskosten, Tierarzt Kosten, Pflege, Fürsorge, Vorsorge, viel Zeit und das Wichtigste – Unterhaltung – sind Bestandteile des Lebens Ihres neuen Mitbewohners und dazu muss man sich bereit erklären, sonst sollte man sich lieber ein Stofftier kaufen, als ein Lebewesen.

Wir wollen Ihnen einige Gedanken auf den Weg geben, daher finden Sie nachstehend wichtige Punkte rund um die Katzenhaltung.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 


Was man sich vor der Anschaffung einer oder mehrerer Katzen überlegen sollte:

 

Einzelhaltung?
  • Nur ausgeprägte Einzelgänger sollten alleine gehalten werden. Gerade in Wohnungshaltung kann sich eine Katze einsam fühlen, wenn sie mit Geschwistern aufgewachsen ist und sich kätzische Gesellschaft gewohnt ist.
  • Katzen mit Auslauf können sich einen Kumpel in der Nachbarschaft suchen, dieses Privileg ist Wohnungskatzen verwehrt, daher sollte eine soziale Katze nie alleine in der Wohnung gehalten werden. Zwar steht im Tierschutz Gesetz das Katzen die alleine gehalten werden, täglich Umgang mit Menschen oder Sichtkontakt zu Artgenossen haben sollen; doch reicht das meist nicht aus!
  • Haben Sie genug Zeit für mehrere Katzen?
  • Katzen sind sehr intelligent und neugierig. Sie wollen spielen, toben, beschäftigt werden, sich weiter entwickeln und lernen. Gerade Wohnungskatzen wird es schnell langweilig und sie brauchen immer wieder neue Reize, welche sie fordern und fördern. Dies bedeutet für den Halter, sich mit ihnen auseinander zu setzen und ihnen neues zu bieten, dass sie interessant finden.
  • Es sollten alle im gleichen Haushalt lebenden Personen / Familienmitglieder einverstanden sein.
  • Sind in der Familie keine Allergien (Katzenhaar Allergie) bekannt?
  • Haben Sie bedacht, dass eine Katze 20 Jahre alt werden kann?
  • Eine Katze braucht Gesellschaft und sollte nicht den ganzen Tag alleine Zuhause verbringen, denn Langeweile wird sie zu einigem Unfug inspirieren. Menschen sind meist nicht die Gesellschaft die eine Katze zwingend braucht, sondern ihre Artgenossen; denn sich gegenseitig sauber zu halten, sich anzuschleichen und zu jagen, sind Instinkte welche eine Katze befriedigen. Dies bedeutet nicht, dass Ihre Katze nicht mit Ihnen schmust oder kuschelt, aber auch sie braucht einen artgerechten Ausgleich und den bieten ihr nur andere Katzen.
  • Ist der Balkon gesichert? Der Jagdinstinkt einer Katze steht vor ihren guten Balancierkünsten und daher ist schon so manche Katze abgestürzt und hat sich oft verletzt (ein Netz schützt davor).
  • Liegt Ihnen eine schriftliche Bestätigung ihres Vermieters für die Katzenhaltung vor und wurde auch die Zusage für ein Sicherungsnetz gemacht? Immer wieder wird die Katzenhaltung verboten, da sich die Besitzer nicht vorgängig bei der Liegenschaftsverwaltung erkundigen haben und sich eine schriftliche Genehmigung einholen, oder es wird aus ästhetischen Gründen durch die Verwaltung ein Sicherungsnetz verwehrt! Lassen Sie sich die Katzenhaltung sowie die Montage eines Sicherungsnetzes von Ihrer Liegenschaftsverwaltung schriftlich bestätigen! Dies schützt Sie, selbst wenn die Liegenschaftsverwaltung wechselt, was oft zu Problemen bei mündlichen Abmachungen führt.
  • Haben Sie eine Vertrauensperson welche zu Ihren Lieblingen schaut, wenn Sie in Ihren wohlverdienten Ferien weilen oder mal nicht Zuhause sind?
  • Ist Ihnen bewusst, dass Ihre Katzen auch nach der Anschaffung Geld kosten?
  • Kennen Sie einen Tierarzt, der Ihr Vertrauen geniesst? Wenn nicht, lohnt es sich einige Abklärungen zu treffen und ein vorgängiger Besuch beim Tierarzt schadet nie.

 

Die notwendige Erstaustattung:
  • Kratzbaum, möglichst gross und mit verschiedenen Ebenen, denn Katzen denken dreidimensional und lieben oft die Höhe
  • Katzenklos; gemäss Tierschutz Gesetz muss ein Katzenklo mehr vorhanden sein, als Katzen im Haushalt leben
  • Katzenstreu; eine nicht parfümierte Streu sollte bevorzugt werden, denn Katzen haben feine Nasen
  • verschiedene Spielsachen, die Ihre Katze fordern
  • eine grosse Transportbox pro Katze
  • Futter- und Wassernäpfe; gerade Wasser sollte an unterschiedlichen Orten angeboten werden
  • Katzenhöhlen und verschiedene Liegeplätze (z. B. Körbe, erhöhte Positionen) einrichten, wohin sich Ihre Katze zurückziehen oder verstecken kann

 

Ihre Katze/n ziehen ein:
  • Wählen Sie am Besten ein Wochenende oder Ferien so, dass Sie gelassen und ruhig den Einzug Ihrer neuen Mitbewohner geniessen können.
  • Lassen Sie Ihren Katzen Zeit sich ruhig umzuschauen. Zwingen Sie sie zu nichts, denn Ihre Katzen sollen entscheiden was sie möchten. Legen Sie von Anfang an fest, welche Zimmer die Katzen betreten dürfen und welche nicht (Türen schliessen).
  • Die Klos sollten von Anfang an am definitiven Platz stehen. Zeigen Sie Ihren Katzen (besonders bei Kitten) wo sie sich befinden. Wenn Sie sich für ein Klo mit Deckel entschieden haben, lassen Sie den Deckel anfangs beiseite und entfernen Sie allfällige Schwenktüren, da diese oftmals negative Einflüsse auf Ihre Katzen haben.
  • Bleiben Sie ruhig aber konsequent bei Ihren Entscheidungen.
  • Wenn Ihre Katzen nach draussen dürfen, behalten Sie sie trotzdem die ersten 4-6 Wochen im Haus! Da Katzen Zeit benötigen um ein neues Revier als ihres zu betrachen, besteht die Gefahr, dass Ihre Katzen weglaufen, da sie sich noch nicht Zuhause fühlen. Katzen brauchen Zeit bis sie sich an ihr neues Daheim gewöhnt haben.
  • Katzen mit Auslauf sollten gechippt und bei ANIS (http://www.anis.ch) registriert sein. So kann eine Katze die fortgelaufen oder gestohlen ist, anhand der Chip-Nummer wieder erkannt werden.
  • Katzen (zwingend weibliche) sollten mit ca. 6 Monaten kastriert werden, auch wenn sie in der Wohnung gehalten werden!
  • Ihre Katze kostet Geld (tierärztliche Untersuchungen, Wurmkuren, Impfungen, Futter), wenn Sie verantwortungsvoll darüber nachdenken!
  • Katzen sollten regelmässig geimpft werden. Welche Impfungen nötig sind, hängt vom Lebensumfeld (Wohnungs- oder Freilaufhaltung) ab. Besprechen Sie das mit Ihrem Tierarzt.
  • Freigänger sollten einer Wurmkur unterzogen werden, wenn durch einen Test Würmer festgestellt wurden und auch Wohnungskatzen können, durch Einschleppung von Wurmeiern, Würmer bekommen. Denken Sie daran.
  • Ein Mal pro Jahr sollte Ihre Katze bei Ihrem Tierarzt vorgestellt werden, um sicherzustellen, dass sie gesund ist.
  • Bitte überlegen Sie sich den Gedanken mit ihrer eigenen Katze einen Wurf aufzuziehen, denn zu viele Katzen gebären Kitten, die nur schwer ein Zuhause finden.
    Unterstützen Sie lieber den Tierschutz, denn jedes Jahr suchen viele trächtige Kätzinnen ein Zwischenzuhause und wir brauchen Pflegestellen, welche sich um diese Katzen kümmern; so können Sie die Erfahrung eines Wurfes geniessen, ohne Ihre eigene Katze in Gefahr zu bringen.
    Das Katzenelend in der Schweiz ist sehr gross und wir erhalten mehr Anfragen trächtige Katzen aufzunehmen, als wir bewältigen können. Ermöglichen Sie das gesuchte Zwischenzuhause und helfen Sie mit das Leid zu lindern.

 

Bei Fragen rund um das Thema Katzen, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.